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Los 203Zesen, Philipp von
Beschreibung der Stadt Amsterdam
Auktion 127
Schätzung
1.800€ (US$ 2,045)
Zesen, Philipp von. Beschreibung der Stadt Amsterdam: Darinnen von Derselben ersten ursprunge bis auf gegenwärtigen zustand, ... zusamt ihrem Stahtswesen, Kauf-handel, und ansehnliche Macht zur see ... vor augen gestellet werden. 3 Bl., 398 S., 11 Bl. Mit Kupfertitel, 1 Textkupfer und 73 gestochenen Ansichten und Plänen (meist doppelblattgroßer oder gefaltet). 21 x 16 cm. Leder d. Z. (berieben und bestoßen, Gelenke brüchig). Amsterdam, J. Nosch, 1664.
Goedeke III 101, 43a. VD17 23:230336C. Faber du Faur 824. Nicht bei Jantz. – Erste Ausgabe. "Splendid views of the city... A sort of 17th-century Baedeker, with excellent factual descriptions of the streets, embankments and buildings which Zesen knew so well from personal experience." (F. d. F.). Zesen war im Jahre 1662 Bürger von Amsterdam geworden; die "mit erstaunlicher Sachkunde verfaßte Topographie" (Dünnhaupt) war als Dank an die neuen Mitbürger gedacht: "dieselbe mächtige Stadt, die mich sothanig aus eigenem triebe, vor ihren Bürger erkennet, aus das müglichste beste zu beschreiben, und solcher gestalt Ihren Nahmen dem Zeitbuche der Ewigkeit ein zu verleiben ... als das erste und beste Zeichen eines recht Bürgerlichen Dankes" (Vorrede). Die schöne Ansichten der Häuser, Kirchen und Grachten Amsterdams meist in kräftigen Abzügen. – Fl. Vorsatz mit hs. Besitzvermerk. Gebräunt und braunfleckig. Wenige der Tafeln Kopfsteg knapp beschnitten. Der Amsterdam Plan "van den jare 1482" mit hinterlegtem Einriss und in den Plattenrand beschnitten.
Los 2181Zesen, Philipp von
Die verschmähete, doch wieder erhöhete Majestäht
Auktion 121
Zuschlag
420€ (US$ 477)
"Eine der schönsten barocken zeitgeschichtlichen Darstellungen"
(Zesen, Philipp von. Die verschmähete, doch wieder erhöhete Majestäht; das ist, kurtzer Entwurf der Begäbnüsse Karls des Zweiten, Königs von Engelland, Frankreich, Schotland, und Irland. Darinnen sein gantzer Lebenslauf bis auf diese Zeit, sonderlich seine Flucht, Verbannung, und Wieder-beruffung; wie auch beiläuftig der Todt Karls des I. Alles aus den wahrhaftigsten unterschiedlichen Englischen Verzeichnungsschriften gezogen). 2 Teile in 1 Band. 1 (statt 2) Bl., 424 S., 1 Bl.; 72 S. Ohne den typographischen Titel. Mit Kupfertitel und 17 teils gefalteten Kupfertafeln. 13 x 7,5 cm. Pergament d. Z. (fleckig und berieben, Rückenbezug mit kleinem Loch; ohne Schließbänder) mit hs. RTitel. (Amsterdam, Joachim Nosche, 1662).
VD17 23:312932K. Dünnhaupt VI, 4295, 49.2. Faber du Faur I, 823. Goedeke III, 101, 40a. – Zweite Auflage der Biographie des englischen König Karls II. (1630-1685) durch den Kirchenlieddichter und für die Entwicklung der deutschen Sprache einflussreichen Schriftsteller Philipp Zesen (1619-1653); dessen autobiographischer Roman Die Adriatische Rosemund gilt als der erste große deutsche Roman der Barockliteratur. Kollationsgleicher Druck der ersten Ausgabe aus dem Vorjahr, mit identischem Kupfertitel (abweichend: Die verschmähete, doch wieder erhöhete Majestäht; das ist, Karls des Zweiten Wundergeschichte), hier allerdings erstmals erweitert um den 72seitigen und mit eigenem Titelblatt versehenen Anhang Die gekröhnte Majestäht. "Auf den Kupfern interessante Darstellungen zur englischen Geschichte" (Dünnhaupt). "Eine der schönsten barocken zeitgeschichtlichen Darstellungen" (Seebaß-Kistner 985). – Es fehlt der typographische Titel. Eine der Falttafeln mit Riss im Falz, dort auch etwas verklebt. Insgesamt etwas braunfleckig, Kupfertitel auch schwach feuchtrandig. Der Anhang mit Feuchtigkeitsrand. – Beigebunden: Von den königlichen französischen Finanzen, Renten, Gefällen und Einkommen, und deren Ober-Aufsehern und Verwaltern Les sur-intendants des finances e France genannt, sonderlich zu der letzten vier Könige Zeiten, bis auf Nicolas Fouquet, und was es mit ihm vor einen Ausgang bekommen. 4 Bl., 276 S., 4 Bl. Mit gestochenem Frontispiz und 18 gestochenen Portraits. Nürnberg, Michael und Johann Friedrich Endter, 1665. - VD17 3:606297U. - Erste Ausgabe.
Los 2273Zesen, Philipp von
Durch-aus vermehrter Helikon, 4. Ausgabe. Jena, Reichel
Auktion 101
Zuschlag
600€ (US$ 682)
Die umfangreichste Augabe der berühmten Barock-Poesie
Zesen, (Philipp von). Durch-aus vermehrter und zum viert- und letzten mahl in dreien teilen ausgefärtigter Hoch-Deutscher Helikon, oder Grund-richtige Anleitung zur Hochdeutschen Dicht- und Reim-kunst.4 Teile in 1 Band. 18 Bl., 274 S., 26, 2 w.; 6 Bl., 134 (recte 136) S., 93, 1 w.; 8 Bl., 192 (recte 176) S., 7, 1 w.; 8 Bl., 154 S., 1 Bl. Mit Kupfertitel. 15 x 9 cm. Pergament d. Z. (etwas beschabt und angeschmutzt). Jena, Sengenwald für Rei(c)hel in Berlin, 1656.
Goedeke III, 98, 3 a. Hayn-Gotendorf VIII, 639. Faber du Faur 821. Dünnhaupt 6.4 und 25.2 (Tl. IV separat). STC Z 157 (ohne Tl. III). – Neuauflage der dritten Ausgabe von 1649, die eigentlich auch schon zum "letzten mahl in dreien teilen" erschienen war, hier aber erstmals mit der eigentlich schon deutsch-lateinischen Neufassung der "Leiter zum hoch-deutschen Helikon", die im gleichen Jahr auch separat erschien. - Die völlig neubearbeitete dritte Fassung von Zesens Reim-, Sprach- und Verslehre mit Abdruck von Werders Gutachten, das Zesens Aufnahme in die Fruchtbringende Gesellschaft bewirkte. Ferner enthalten sind Lobgedichten von Brehme, Bucher, Werder u. a. - "The volume is notable also for containing the first published German poem known to have been written in America" (Jantz 2789), nämlich das mit Pernambusco (Nordbrasilien) am 12. März 1648 datierte lateinische Gedicht von Johann Caspar Clusius in der Einleitung zum Teil II und einen Brief von Johann Wilhelm Marschalk an "Herrn H. Mühlingen, aus West-Indischem Fernabuk" am Anfang von Teil III. "Zesen gehört nicht nur durch seine Romane und seine wortschöpfende Lyrik sondern auch durch diese seine Poetik zu den hervorstechendsten Gestalten des sogen. deutschen Barock" (Seebaß, Kat. 770 Nr 984). – Wie üblich papierbedingt stärker gebräunt, aber nur unwesentlich fleckig, Gelenke etwas aufgegangen und Block etwas knapp beschnitten (geringer Serifenverlust und Kupfertitel bis über die Einfassungslinie).
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.“
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