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Los 531Leibniz, Gottfried Wilhelm
Codex juris gentium diplomaticus
Auktion 127
Schätzung
600€ (US$ 682)
Leibniz, Gottfried Wilhelm. Codex juris gentium diplomaticus, in quo tabulae authenticae actorum publicorum, tractatuum, aliarumque rerum majoris momenti per Europam gestarum, pleraeque ineditae continentur. 2 Teile in 1 Band. 16 Bl., 24, 479 S.; 15 Bl., 180 (recte: 188) S., 1 Bl., 380 (recte: 384) S. 31,5 x 19 cm. Leder d. Z. (etwas berieben, oberes Kapital mit Fehlstelle). Hannover, Samuel Ammon, 1693-1700.
Ravier 33 und 50. Paisey L 391 und 392. Humpert 13377 und 13382. – Erste Ausgabe. Das umfangreiche Quellenwerk bildete die erste Frucht der historischen Studien, die Leibniz zur Begründung des hannoverschen Anspruchs auf die Kurwürde im Reich unternommen hatte. Die bedeutsame Vorrede 'De notionibus iuris et iustitiae' entwickelt zugleich wie im Vorübergehen "die Grundzüge einer Rechtsphilosophie, in welcher die aristotelische Einteilung der Gerechtigkeit mit der von Hugo Grotius vorgenommenen Gliederung verbunden und ein theologisierender Abschluß erreicht wird" (ADB 18, 190). Auch in spezieller rechtshistorischer Hinsicht war das Werk ein Novum: "Indem Leibniz hier den positiven Satzungen im Völkerrecht zuerst wieder Raum schafft gegenüber den aus obersten Prinzipien erschlossenen naturrechtlichen Lehren, steht er für seine Zeit gegen Grotius und mehr noch gegen Pufendorf ganz vereinzelt da" (Stintzing/Landsberg III/1 Text, S. 27). – Etwas gebräunt und stockfleckig.
Los 2104Leibniz, Gottfried Wilhelm
Opera Omnia
Auktion 127
Schätzung
1.500€ (US$ 1,705)
Leibniz, Gottfried Wilhelm. Opera Omnia, nunc primum collecta, in classes distributa, praefationibus & indicibus exornata, studio Ludovici Dutens. 11 Teile in 6 Bänden. Mit gestochenem Portrait, 41 gefalteten Kupfertafeln, einigen schematischen Textholzschnitten und typographischer Falttabelle. 24,5 x 19,5 cm. Pergament d. Z. (4; etwas fleckig und berieben, Deckel schwach geworfen) mit goldgeprägtem RSchild bzw. modernes Bibliotheksleinen (2). Genf, Frères de Tournes, 1768.
Brunet III, 950: "Collection très recherchée". DSB 8, 166. Ravier 473. Faber du Faur 1544. Roller-G. II, 93. Cantor IV, 17. – Erste Gesamtausgabe, besorgt durch den Historiker und Mathematiker Louis Dutens (1730-1812). Die Tafeln zeigen Versteinerungen, geometrische Figuren, die berühmte Rechenmaschine etc. – Stellenweise leicht fleckig oder schwach gebräunt. Titel mit dezentem Besitzstempel.
Leibniz, Gottfried Wilhelm. Theodicee, das ist, Versuch von der Güte Gottes, Freyheit des Menschen, und vom Ursprunge des Bösen, bey dieser vierten Ausgabe durchgehends verbessert, auch mit verschiedenen Zusätzen und Anmerkungen vermehrt von Johann Christoph Gottsched. 12 Bl., 64, 843 S., 25 Bl. Mit gestochenem Portrait und gestochenem Faltkupfer. 18 x 11,5 cm. Schlichter etwas späterer Interims-Pappband (stärker fleckig und beschabt, mit hs. RTitel). Hannover und Leipzig, Erben Nicolaus Förster, 1744.
Goedeke III, 361, VI, 34. Fromm 23816. – Erste von Gottsched besorgte Ausgabe, der die ältere Übersetzung von G. Richter nach der zweiten französischen Ausgabe überarbeitete und besonderen Wert auf die Präzision des sprachlichen Ausdrucks legte. "Eines der wichtigsten und einflussreichsten Werke des Hochbarock" (Seebaß-Kistner). Die Kupfertafel illustriert die Beschreibung der von Leibniz erfundenen Rechenmaschine. – Schwach braunfleckig, Innengelenke leicht angeplatzt, Titel mit modernem Namensstempel.
Los 245Leibniz, Gottfried Wilhelm
Sammelband mit 4 Frühschriften und 4 Gelegenheitsdrucken
Auktion 121
Zuschlag
50.000€ (US$ 56,818)
Sammelband aus dem Besitz des Göttinger Mathematikers Abraham Kästner
Leibniz, Gottfried Wilhelm. Sammelband mit 4 Frühschriften und 4 Gelegenheitsdrucken. 19,5 x 15 cm. Pappband des frühen 19. Jahrhunderts (stärker fleckig und berieben). Verschiedene Orte und Verlage, 1666-1667.
I. Disputatio inauguralis De casibus perplexis in jure quam indultu nobiliss. & ampliss. jctorum ordinis celeberrima universitate. 36 S. Mit gestochener Titelvignette. (Altdorf), Georg Hagen, 1666. - VD17 1:009030R. - Erster Druck der bedeutenden rechtsphilosophischen Dissertation, einer Abhandlung über scheinbar unlösbare Rechtsfälle, mit der Leibniz am 5. November 1666 an der Universität Altdorf promoviert wurde. Und die den gefeierten Startschuss für seine akademische Laufbahn bilden sollte, nachdem er kurz zuvor enttäuscht seine Heimatstadt Leipzig verlassen hatte. Leibniz zeigte "einen so hohen Grad von Kenntnißreichthum und Gewandtheit, daß man ihm sofort eine außerordentliche Professur anbot. Er lehnte jedoch ab und ging nach Nürnberg." (ADB XVIII, 173f). - Die Kollation ist mehrfach fehlerhaft, das Exemplar aber so vollständig (vgl. das Digitalisat im VD17). - Es fehlt die dreieckige Drehscheibe auf der gestochenen Titelvignette, das vorhandene Stecknadelloch alt hinterlegt. Titel gestempelt, etwas stärker fleckig, im Bug alt hinterlegt und mit kleinen Randläsuren. Durchgehend mal mehr, mal weniger stock- bzw. braunfleckig.
II. Dissertatio De arte combinatoria, in qua ex arithmeticae fundamentis complicationum ac transpositionum doctrina novis praeceptis extruitur, & usus ambarum per universum scientiarum orbem ostenditur. 3 Bl., 78 S., 1 Bl. Mit Kupfertafel. Leipzig, Johann Simon Fick und Johann Polykarp Seubold, 1666. - VD17 547:667972E. Ravier 6. - Erster Druck der einflussreichen mathematischen Dissertation über die lullische Kunst der Kombinatorik, die der erst 20jährige Leibniz an der Universität Leipzig vorlegte. Von großer Seltenheit und grundlegender Bedeutung für die Entwicklung der Mathematik. "In dieser Schrift führte er einen Grundgedanken aus, welcher ihn fortan neben aller verschiedenartigsten Thätigkeit stets beseelte; nämlich er beabsichtigt unter ausdrücklicher Anknüpfung an Raimundus Lullus und Athanasius Kircher eine Zurückführung zusammengesetzter Begriffe auf einfache, welch’ letztere durch passende Charaktere auszudrücken seien und in solcher Form durch manigfache Combination und Permutation wieder zur Entdeckung neuer Wahrheiten benützt werden können" (ADB XVIII, 173f.). - Titel mit alten Streichungen in Tinte. Etwas gebräunt und stärker braunfleckig, vereinzelte Unterstreichungen, einige Blatt mit ausführlichen Annotationen in Tinte, rechte untere Ecke mit Wurmspur (teils mit geringem Blattverlust).
III. Disputatio juridica De conditionibus quam indultu amplissimi jctorum ordinis praeside viro Bartholomaeo Leonhardo Schwendendörfero. Publica censura exponit Gottfredus Guilielmus Leibnuzius. 14 Bl. Leipzig, Johann Wittigau, (1665). - VD17 12:142189G. - Erster Druck der Qualifikationsschrift, mit der Leibniz als 19jähriger Respondent unter dem Vorsitz des Präses Bartholomäus Leonhard Schwendendörffer (1631-1705) am 14. Juli 1665 in Leipzig das juristische Baccalaureat erwarb. - Gebäunt und etwas braunfleckig.
IV. Disputatio juridica posterior. De conditionibus quam indultu amplissimi jctorum ordinis praeside viro Bartholomaeo Leonhardo Schwendendörfero. Publicae censurae exponit Gottfredus Guilielmus Leibnuzius. 12 Bl. Leipzig, Johann Wiitigau, (1665). - VD17 14:054548E. - Erster Druck der Fortsetzung seiner juristischen Qualifikationsschrift, die Leibniz einen Monat später, am 17. August 1665, ebenda verteidigte. - Titel irrig an den Schluss gebunden. Etwas stärker gebräunt und braunfleckig, Blatt B3 mit Tintenfleck im Seitenrand, Schlussblatt mit kleiner Läsur im unteren Bug.
V. Gratulationes Lipsienses patronorum, fautorum, amicorum, necessariorum ad Gottfredum Guilielmum Leibnüzium. In Altorphina academia honores et privilegia doctoralia d. 12. Febr. Anni M.DC.LXVII. assumentem. 4 Bl. Nürnberg, Johann Philipp Miltenberger, (1667). - VD17 125:028882K. - Gelegenheitsdruck anlässlich Leibniz' Promotion an der Universität Altdorf. Mit 21 Gratulationen verschiedener Leipziger Freunde und Honoratioren. - Etwas stockfleckig. Druck auf festerem Papier.
VI. Gratulationes Altorfinae patronorum, fautorum, amicorum, ad Gottfredum Guilielmum Leibnüzium. In Altorphina academia honores et privilegia doctoralia d. 12. Febr. Anni MDCLXVII. assumentem. 4 Bl. (Altdorf), Georg Hagen, (1667). - VD17 125:028878Y. - Gelegenheitsdruck anlässlich Leibniz' Promotion an der Universität Altdorf. Mit 17 Gratulationen verschiedener Altdorfer Freunde und Honoratioren. - Etwas stärker stockfleckig.
VII. Ingenium bonum igneum, in nobili praecellenti clarissimoque Gottfried Wilhelm Leibnüzio Lipsiensi, iuris utriusque Baccalaureo, cum in celeberrima Norinbergensium Academia D. XII. Febr. An. C. M.DC.LXVII. Iuris utriusque Doctor iure meritoque renunciaretur deprehensum, inque honorem membri sui spectatissimi delineatum a societate conferentium Lipsiae. 4 Bl. Nürnberg, Johann Philipp Miltenberger, (1667). - VD17 125:028884Z. - Erster Druck der kleinen Festschrift zu Ehren Leibniz'. - Etwas stockfleckig.
VIII. Deo foeliciter annuente ... Joh. Philippo Schmidio & Guilelmo Gottofredo Leibnütz Lipsiensi misnico phil. Magistro et jur. Baccalaur. Omnes universtitis Altorfinae patronos, fautores, amicos ... Invitat Joh. Wolffg. Textor 3. id Febr. Anno M DC LXVII. Mehrfach gefalteter Einblattdruck. Format: 34 x 29 cm. (Altdorf), Georg Hagen, (1667). - Einblattdruck anlässlich der Inauguration von Leibniz an der Universität Altdorf am 3. Februar 1667 auf Einladung des Dekans Johann Wolfgang Textor. - Etwas stärker stockfleckig. - Von großer Seltenheit, kein Standortnachweis über den KVK. – Alle Drucke im Bug mit drei kleinen Löchern einer früheren Bindung. Unikaler Sammelband aus dem Besitz des Mathematikers und Epigrammdichters Abraham Gotthelf Kästner (1719-1800), mit dessen eigenhändigem Besitzeintrag auf dem Innenspiegel. Kästner studierte ab 1731 Jura, Philosophie, Physik, Mathematik und Metaphysik in Leipzig, habilitierte sich 1739 an der dortigen Universität und hielt in der Nachfolge Leibniz' mathematische, philosophische und juristische Vorlesungen. 1756 folgte er einem Ruf als ordentlicher Professor der Naturlehre und Geometrie nach Göttingen, wo er später die Leitung der berühmten Sternwarte übernahm und Lichtenberg und Erxleben zu seinen Kollegen zählten. Als Leibnizbewunderer verfasste Kästner 1768 einen preisgekrönten Aufsatz für die Göttinger Akademie der Wissenschaften, der ein Jahr später unter dem Titel Lobschrift auf Gottfried Wilhelm Freyherrn von Leibniz in Altenburg bei Richter erschien. –
Leibniz, Gottfried Wilhelm. Accessiones historicae, quibus utilia superiorum temporum historiis illustrandis scripta monumentaque nondum hactenus edita inque iis scriptores diu desiderati continentur. 2 Teile in 1 Band. Mit gestochener und Holzschnitt-Titelvignette. 18,5 x 15,5 cm. Pergament d. Z. (gering berieben). Leipzig und Hannover, Nicolaus Förster, 1698.
VD17 3:009992U. – Erste Auflage der wichtigen Quellenschriften zur deutschen Geschichte, auf die Leibniz im Zusammenhang mit seiner Erforschung der Geschichte des Welfenhauses gestoßen war und "die zum Teil bis heute in keiner anderen Ausgabe vorliegen" (NDB XIV, 128). Band I enthält den Chronographus Saxo, das Chronicon Joh. Vito Durani, die Gesta Trevirorum und das Vetus Chronicon Holsatiae; Band II mit dem Chronicon trium fontium des Albericus mit separatem Titelblatt. – Etwas braunfleckig, fl. Vorsatz mit montiertem hs. Zettel, Titel von Teil I etwas knapp beschnitten.
Leibniz, Gottfried Wilhelm. Theodicee, das ist, Versuch von der Güte Gottes, Freyheit des Menschen, und vom Ursprunge des Bösen, bey dieser fünften Ausgabe durchgehends verbessert, auch mit verschiedenen Zusätzen und Anmerkungen vermehrt von Johann Christoph Gottsched. 11 Bl., 112, 908 S., 22 Bl. (l. w.). Mit gestochenem Portrait und Faltkupfer. 18,5 x 11,5 Späterer Lederband (berieben, schwache Schabspuren, oberes Kapital mit Fehlstelle) mit goldgeprägtem RTitel und Goldschnitt. Hannover und Leipzig, Erben Nicolaus Förster, 1763.
Goedeke III, 361, VI, 34. Fromm 23816. – Zweite Auflage der von Gottsched besorgten Ausgabe, der die ältere Übersetzung von G. Richter nach der zweiten französischen Ausgabe überarbeitete und besonderen Wert auf die Präzision des sprachlichen Ausdrucks legte. "Eines der wichtigsten und einflussreichsten Werke des Hochbarock" (Seebaß-Kistner). Erstmals mit der 60seitigen Lobschrift von Fontenelle. Die Kupfertafel illustriert die Beschreibung der von Leibniz erfundenen Rechenmaschine. – Titel und Vortitel mit Tintensignatur und modernem Namensstempel. Schwache Braunflecken, einige Anstreichungen in Bleistift. Wohlerhaltenes Exemplar.
Leibniz, Gottfried Wilhelm. Collectanea etymologica. Illustrationi linguarum, veteris celticae, germanicae, gallicae, aliarumque inservientia. Cum praefatiione Jo. Georgii Eccardi. 2 Teile in 1 Band. 63, 544 S.; 1 Bl., 314 S. Titel in Schwarz und Rot. Mit gefalteter Kupfertafel. 17 x 10,5 cm. Pergament d. Z. mit hs. RTitel. Hannover, Nicolai Förster, 1717.
Goedeke III, 345. Faber du Faur 1542. Ebert 11831. – Erste Ausgabe seiner sprachwissenschaftlichen Untersuchung über keltische, germanische und romanische Sprachen, das Wendische etc., posthum herausgegeben von Leibniz' Mitarbeiter Johann Georg Eckart. Am Schluss von Teil II (S. 255-314) mit der deutschsprachigen Abhandlung Unvorgreiffliche Gedancken, betreffend die Ausübung und Verbesserung der Teutschen Sprache (wie stets ohne den Zwischentitel S. 253/254). – Stellenweise etwas gebräunt oder braunfleckig. Tafel mit zwei Randeinrissen. Schönes Exemplar im nahezu tadellosen Pergamentband.
Leibniz' Rechenmaschine - der erste binäre Computer
Leibniz, Gottfried Wilhelm. Theodicee, das ist, Versuch von der Güte Gottes, Freyheit des Menschen, und vom Ursprunge des Bösen. 12 Bl., 64, 843 S., 26 Bl., 1 w. Bl. Mit gestochenem Portrait-Frontispiz und gefalteter Kupfertafel. 18 x 11,5 cm. Pergament d. Z. (minimal bestoßen) mit hs. RTitel. Hannover und Leipzig, Erben Nicolaus Förster, 1744.
Fromm 28315. Faber du Faur 1540. Vgl. Goedeke III, 361, VI, 34. – Erste deutsche Ausgabe in der Übertragung Gottscheds. Leibniz' Schrift gehört zu den "wichtigsten und einflussreichen Werken des Hochbarock" (Seebaß-Kistner). Die in der Beilage "Rechnen mit Null und Eins" dargestellte binäre Arithmetik bildet die Grundlage für die digitale Datenverarbeitung von heute. So kann man die Leibniz'sche Rechenmaschine als direkten Vorläufer des modernen Computers deuten. Die Kupfertafel illustriert die Beschreibung der von Leibniz erfundenen Rechenmaschine. Dabei setzt Leibniz seine Theorie in einen funktionellen Apparat um, womit er komplexe Berechnungen mit höherer Exaktheit vom Menschen auf eine Maschine überträgt. Leibniz hatte entdeckt, dass sich Rechenprozesse am einfachsten darstellen lassen, wenn sie auf binäre Zahlenkombinationen heruntergebrochen werden. Mit Hilfe einer Staffelwalze, die mehrere Zahnräder in unterschiedlich versetzten Momenten bewegt, werden Rechenprozesse ausgelöst, die anhand von Zahlencodes auf verschiedenen Radzifferblättern und einem Ergebnisrad ablesbar sind. Seine Erfindung stellte Leibnitz 1673 der Royal Society in London vor. – Vorderes Innengelenk gebrochen, Titel mit altem Besitzvermerk, vereinzelte Unterstreichungen in Bleistift. Seite 821 mit eingehefteter zeitgenössischer Tafel in Sepia-Federzeichnung. Zum Schluss beigefügt ein weißes Blatt mit hs. Anmerkungen zum "Inhalt des ganzen Werkes". Hinterer Innenspiegel mit modernem Exlibris.
Leibniz, Gottfried Wilhelm. Protogaea sive de prima facie telluris et antiquissimae historiae vestigiis in ipsis naturae monumentis dissertatio. 2 Bl., XXVI S., 1 Bl., 86 S. Mit Wappenkupfer auf dem Titel und 12 mehrfach gefalteten Kupfertafeln. 23 x 17 cm. Leder d. Z. (etwas berieben und angekratzt, mit Wurmspur im Vorderdeckel) mit goldgeprägtem RSchild und RVergoldung sowie goldgeprägtem gekrönten Wappen auf dem Vorderdeckel. Göttingen, Schmid, 1749.
Graesse IV, 152. Ravier 440. Hoover 521. Nissen, ZBI 2428, Norman 1328. NDB XIV, 128. – Erste vollständige Ausgabe, nachdem Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716) zunächst 1693 auszugsweise in den "Acto Eruditorum" publizierte. Leibniz' "Protogaea" war ein grundlegendes Werk zur Geologie und Paläontologie. "Historische Interessen und methodische Innovationen verband Leibniz mit Arbeiten zur Frühgeschichte der Erde anhand von im Harz gefundenen Fossilien" (NDB).
Die Tafeln zeigen Darstellungen versteinerter Meerestiere und Knochen, sowie eine Abbildung des "Quedlinburger Einhorns". Leibniz unterstrich diesbezüglich Otto von Guerickes Theorie über den angeblichen Knochenfund eines Einhorns. – Vor allem in der ersten Hälfte des Buchblocks stärker braunfleckig. Die Tafeln an blattgroßen Falzen eingeklappt und leicht braunfleckig.
Leibniz, Gottfried Wilhelm. Philosophische Werke nach Raspens Sammlung. Aus dem Französischen mit Zusätzen und Anmerkungen von Johann Heinrich Friedrich Ulrich. 2 Bände. XVI, 534 S., 1 Bl.; 3 Bl., 653 S. Mit 2 gestochenen Portraitvignetten. 19 x 11,5 cm. HLeder d. Z. Halle, Johann Christian Hendel, 1778-1780.
Einzige Ausgabe. – Etwas gebräunt und braunfleckig. Fliegender Vorsatz des zweiten Bandes verso gestempelt.
Los 1998Leibniz, Gottfried Wilhelm
Epistolae ad diversos
Auktion 108
Zuschlag
1.600€ (US$ 1,818)
Leibniz, Gottfried Wilhelm. Epistolae ad diversos, e msc. auctoris cum annotationibus suis primum divulgavit Christian Kortholtus. 4 Bände. Mit gestochenem Portrait-Frontispiz. 18,5 x 12 cm. Pergament d. Z. mit hs. RTitel. Leipzig, Bernhard Christoph Breitkopf, 1734-1742.
Ravier 394, 401, 407 und 417. Walravens, China illustrata 199. – Erste Ausgabe der ersten umfangreichen Briefsammlung. Enthält neben ca. 500 Briefen (darunter zahlreiche in deutscher und französischer Sprache) auch einige teils umfangreichere Abhandlungen, wie z. B. die "Theoria motus abstracti" (III, 409-436) und die "Hypothesis physica nova" (IV, S. 279-345). Besonders interessant ist der vor allem der chinesischen Philosophie gewidmete Band II mit wichtigen Texten zum Ritenstreit ("Anciens traitez de divers auteurs sur les cérémonies de la Chine" (S. 163-412), die hier erstmals mit Anmerkungen von Leibniz veröffentlicht werden. In Brief 18 "Sur la philosophie chinoise" (S. 413-494) entwickelt Leibniz auf der grundlage des I-Ging seine Idee der binären Mathematik und wurde damit "zum Vater der modernen Informatik und Datentechnik" (Walravens). – Titel und Frontsipiz von Band I lose, Titel im Rand hinterlegt, das Widmungsblatt im Bug verstärkt. Etwas gebräunt und braunfleckig.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
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